Dankbarkeit? Dankbarkeit!

Wenn man sich die Stimmung im Land anschaut, ist da vieles zu entdecken: Zorn, Frust, Är-ger und auch Wut. Nur eines muss man mit der Lupe suchen: Dankbarkeit. Nun haben wir gestern den Tag der deutschen Einheit und auch das Erntedankfest gefeiert. Der Dank für die deutsche Einheit – der Feiertag jährte sich zum 31igsten Mal – ist längst der Frust über die immer noch bestehenden Unterschiede zwischen Ost und West gewichen. Der Dank für im-mer noch relativ großen Wohlstand und eine sehr stabile Versorgungslage geht unter im Motzen über Corona-Regeln, die man nicht nachvollziehen kann und teure Spritpreise.

Kommt mal runter, liebe Landsleute möchte ich da mal sagen. Hebt den Kopf und schaut Euch um. Seht auf die immer noch gute medizinische Versorgung, den vergleichsweise sehr großen Wohlstand. Schaut in andere Länder, die mit unglaublichen Problemen zu kämpfen haben. Wo es häufig ums nackte Überleben geht.

Wir haben gestern in unserer Kirche ein großes Erntedankopfer für Syrien gesammelt. Für die Geflüchteten und die Heimkehrer. Und da kann dann schon Dankbarkeit dafür aufkom-men, dass es uns so gut geht, dass wir gut und gerne abgeben können. Und noch etwas: wer dankbar ist für das, was er hat, gibt nicht nur gerne ab. Er und sie lebt auch glücklicher.

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