Da war doch noch was – der Lehrermangel.

Wenn die Berliner Schülerinnen und Schüler aus den Sommerferien in die Schule zurückkeh-ren, soll so etwas ähnliches wie Regelbetrieb stattfinden. Nach Einschätzung des Gesamtper-sonalrats der Berliner Schulen, kurz GPR, wird dies wohl kaum möglich sein. Der Grund ist aber diesmal nicht die Corona-Pandemie, sondern ein noch nie dagewesener Lehrermangel. Zwei Wochen vor Ferienende seien noch einige Hundert Stellen unbesetzt, so der GPR. Rund 450 Lehrkräfte hätten gekündigt, um in andere Bundesländer zu wechseln, wo verbeamtet werde.

2500 Vollzeitstellen müssen zum neuen Schuljahr besetzt werden. Da nicht alle Lehrkräfte in Vollzeit arbeiten, sind 3000 Pädagogen notwendig. Grob gerechnet fehlen 250 bis 300 Perso-nen, um die Berliner Schülerinnen zu unterrichten.

Im Oktober gibt es eine zweite Einstellungsrunde für frisch ausgebildete Referendare. Den-noch sei die Lage noch schwieriger als in den vergangenen Jahren, als fast alle Lücken zum Schuljahresbeginn hatten geschlossen werden können, sagte der GPR Vorsitzende Dieter Haase dem Tagesspiegel.

Arme Eltern. Erst wochenlanger Lock-down der Schulen, dann Ferien, die sich auch kaum an-ders angefühlt haben als die Vormonate und jetzt vermutlich ein Start mit vielen Fehlstunden. Bleibt zu hoffen, dass viele Pädagogik-Studierende im Programm „Unterrichten statt Kellnern“ teilnehmen.

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