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Cybersicherheit als Antwort auf Internetkriminalität in Deutschland

In der analogen Welt ist Sicherheit ein großes Thema. Wer mit dem Auto fährt, legt einen Gurt an. Viele Wohnungstüren werden mit zusätzlichen Riegeln einbruchssicher gemacht. In der digitalen Welt wird die Cybersicherheit hingegen von den meisten Nutzern stiefmütterlich behandelt. Und das, obwohl sensible Transaktionen wie das Online-Banking und teure Einkäufe über das Internet getätigt werden. Ohne ausreichenden Schutz sind private Daten für Kriminelle eine einfache Beute. Welche Schutzmaßnahmen gibt es und welche sind sinnvoll?

Internetkriminalität in Deutschland

Dass Betrug und Datendiebstahl im Internet keine Nischenerscheinung mehr ist, zeigen aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes. So wurden in Deutschland im Jahr 2015 Schäden in Höhe von 40,5 Millionen Euro durch Cyberkriminelle festgestellt.

 

 

Statistik: Schäden durch Cyberkriminalität in Deutschland von 2006 bis 2015 (in Millionen Euro) | Statista
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Tagtäglich werden riesige Mengen manipulierter E-Mails mit gefährlichen Anhängen versendet, sowohl an Privatpersonen als auch an Mitarbeiter großer Unternehmen. Etwa 360.000 neue Viren werden jeden Tag entdeckt. Das Ziel ist klar: An wertvolle Informationen gelangen, die anschließend von den Kriminellen zu Geld gemacht werden können. Die Flut an Cyberkriminalität ist den Benutzern, aber auch den nationalen Sicherheitsbehörden ein großer Dorn im Auge, weshalb seit Jahren das Wort „Cybersicherheit“ immer größere Aufmerksamkeit erhält.

Maßnahmen für mehr Cybersicherheit

Cybersicherheit spaltet sich in zwei große Bereiche auf. Einerseits sorgen Netzbetreiber, Bundesbehörden und weitere Institutionen dafür, Anwender bestmöglich vor Angriffen zu schützen. Die Bundesregierung hat dafür eine sogenannte „Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland“ entwickelt und möchte der Cyberkriminalität so die Stirn bieten. In der Strategie sind unter anderem ein nationales Cyber-Abwehrzentrum sowie ein nationaler Cyber-Sicherheitsrat enthalten. Privatnutzer haben auf diesen Schutzschirm keinen Einfluss. Sie sollten sich aber unbedingt zusätzlich mit Software absichern. Außerdem spielt richtiges Verhalten im Internet eine wichtige Rolle.

Schutzsoftware für Computer, Tablet und Smartphone

Als Grundausstattung gelten ein Virenscanner und eine Firewall, die den Rechner kontinuierlich prüfen und unerlaubte Zugriffe abwehren. Entsprechende Software ist für Heim-PCs ebenso erhältlich wie für mobile Geräte. Nutzer können auf kostenlose Programme zurückgreifen oder ein Softwarepaket kaufen. Wichtig ist, dass es sich um eine aktuelle Version handelt, die nach der Installation zudem regelmäßig mit Updates nachgerüstet werden muss. Dafür sorgt das entsprechende Programm selbst, sofern ein Internetanschluss vorhanden ist und die Berechtigung einmalig erteilt wurde. Zusätzlich gibt es weitere Tools für noch mehr Sicherheit. Dazu zählen zum Beispiel Verschlüsselungssoftware für Browser, Anti-Spyware und effektive „Cleaner“. Zu beachten ist, dass jeweils nur ein aktives Virenprogramm installiert sein darf. Mehrere gleichzeitig laufende Versionen können sich gegenseitig blockieren und damit das System negativ beeinträchtigen.

Richtiger Umgang mit Daten und Programmen

Für einen Angriff wird stets eine Schwachstelle in der Software ausgenutzt. Nach Bekanntwerden einer Sicherheitslücke reagieren die Entwickler in der Regel zügig mit einem Update, das den Fehler behebt. Dieses Update muss vom Nutzer jedoch installiert werden, bevor es wirksam werden kann. Das Betriebssystem und alle relevanten Anwendungen müssen deshalb immer auf dem neusten Stand gehalten werden. Persönliche Daten im Internet zu übermitteln ist nur dann empfehlenswert, wenn die jeweilige Seite vertrauenswürdig ist. Links, die während des Bezahlvorgangs oder der Registrierung auf fremde Homepages leiten, sind unbedingt zu meiden. Ebenso gelten Verknüpfungen aus Werbemails von unbekannten Absendern als sehr gefährlich.


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