Corona Krise neu denken: Wie soll man reisen?

Natürlich ist es tragisch, dass gerade eine riesige Branche am Boden liegt: Reisebüros, Reise-veranstalter, Hotels und Gastronomie, Airlines, Kreuzfahrtschiffe und alles, was da dranhängt. Alle hoffen darauf, dass die alten Zustände, wie wir sie kennen, bald wieder hergestellt wer-den können. Auch wir Normal-Touristen. Aber es lohnt sich, einen Moment innezuhalten und nachzudenken. In diesem Tagen boomt der Urlaub im eigenen Land. Aus Angst vor dem glo-balen Virus. Das Meer um Venedig ist sauber. Die Luftverschmutzung nimmt weltweit ab, weil Flugzeuge am Boden bleiben. Eine ganze Branche – und auch die Konsumenten – sollten die-sen Stillstand nutzen, um zu überlegen, wie man so verreisen kann, dass unser Planet weiter aufatmet. Nur im eigenen Land bleiben ist sicher auf Dauer keine Option. Es verengt den Ho-rizont und wir nehmen uns die Chance, in der Begegnung und im Austausch zu einer globalen Familie zusammenzuwachsen. Aber mehrmals im Jahr um die halbe Welt fliegen oder weiter mit riesigen Kreuzfahrtschiffen die Meere und die Atmosphäre zumüllen könnte ja bewusst mal in Frage gestellt werden. Die Veranstalter und die Airlines könnten sich gesundschrump-fen. Was übrigens auch nicht unbedingt notwendige Geschäftsreisen und den globalen Wa-renaustausch betrifft. Ich meine, dass wir nicht darauf drängen sollten, dass 2021 alles wieder so ist wie früher. Diese brutale Zäsur des Shutdowns kann durchaus positive Wirkung entfal-ten. In dem wir egoistisches Verhalten ablegen und möglichst nachhaltig, gerecht und um-weltverträglich reisen und konsumieren. In diesem Jahr notgedrungen und in den nächsten Jahren dank der Einsicht, dass ein „weiter so“ das Schlimmste ist, was wir uns und unserem Planten antun können.

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