Corona Krise neu denken: Was soll man kaufen?

Die Läden haben wieder geöffnet. Aber die Shopping-Lust will sich nicht so recht einstellen. Das liegt zum Einen schon an den Abstandsregeln und der Maskenpflicht. Mal so richtig stö-bern und anprobieren ist schon schwierig, wenn man weiß, dass in der Schlange andere ste-hen, die auch mal drankommen wollen. Mir geht es auch so, dass ich durch den Shut-down gemerkt habe, dass ich wirklich nichts neues brauche. Einfach mal so einen Lust-Kauf machen? Dafür fehlt die Einstellung. Wir sind ja auch alle runtergefahren, in jeder Beziehung. Und ha-ben beim Aufräumen in Schränken, im Keller und auf dem Dachboden gemerkt, wieviel Ballast wir mit uns rumschleppen.

Ein neues Auto? Wer soll das kaufen, wenn er gerade Sorgen hat, dass ihm die Existenz weg-bricht?

Einkaufen ist ein kompliziertes Thema geworden. Andererseits braucht der Einzelhandel und auch die Wirtschaft jetzt einen freudigen Konsumenten, der dabei hilft, die Karre wieder flott zu kriegen. Ich habe da auch keine Lösung. Nur eine Bitte: wenn sie etwas brauchen, gehen sie bitte ins Geschäft. Gehen sie raus. Kaufen sie vor Ort ein. Ja, es ist sicherer und bequemer, online zu bestellen und sich alles vor die Haustür liefern zu lassen. Aber genau dieses Verhal-ten kann dafür sorgen, dass wir nach der Pandemie verödete Innenstädte antreffen werden. Die Wirtschaft wird sich darauf einstellen müssen, dass wir in Zukunft nicht mehr wie die Be-kloppten in einem kollektiven Kaufrausch alles haben müssen. Ob wir es brauchen oder nicht. Manche haben in den letzten Wochen gemerkt, dass sie eigentlich kein eigenes Auto brau-chen. Gut für die Umwelt. Schlecht für die Industrie, wenn sie sich nicht anpasst.

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