Computerviren und Trojaner bleiben eine stete Bedrohung

computervirenExperten gehen davon aus, dass rund die Hälfte aller Computer mindestens einmal im Jahr von einem Virus attackiert werden. Der Großteil der Angriffe erfolgt aus dem Internet, von Datei-Anhängen aus E-Mails oder von verseuchten Downloads. Die Mehrheit unter ihnen werden zurückgeschlagen und es kommt nicht zu einer Infektion. Ein hoher Prozentsatz ist aber auch erfolgreich. Für den Betroffenen bedeutet dies im günstigsten Fall eine Menge Ärger, im schlimmsten werden jedoch wichtige Daten oder sogar Hardware zerstört oder private Informationen für betrügerische Zwecke eingesetzt.

 

Viren – älter als das Internet

 

Computerviren sind kein neues Phänomen. Bereits mit der Verbreitung erster Heimcomputer entwickelten Programmierer Schadsoftware, die sich anfangs noch über infizierte Speichermedien wie Disketten verbreiteten. Das Ausmaß und die Komplexität haben in den vergangenen Jahren jedoch stetig zugenommen. Insbesondere Cyberkriminelle nutzen Viren, da sich mit ihrer Hilfe viel Geld erwirtschaften, in anderen Fällen auch erpressen oder gleich direkt stehlen lässt. Dieser wirtschaftliche Aspekt steht mittlerweile deutlich im Vordergrund und macht die Bedrohung so vielfältig. Waren in den ersten Jahren die Entwickler häufig noch Programmierer, die aus einem individuellen Ehrgeiz heraus handelten, sind diese mittlerweile praktisch nicht mehr von Bedeutung. Kriminelle Organisationen investieren hingegen hohe Summen in professionelle Software. Mit diesem gestiegenen Aufwand werden auch die Angriffe immer komplexer und die Viren tarnen sich immer ausgeklügelter, indem sie sich selbst umschreiben, wichtige Elemente verschlüsseln oder Virenscanner gezielt außer Betrieb setzen.

 

Trojaner, Viren, Würmer – Gefahren und Unterschiede

 

Klassische Viren sind mittlerweile die Ausnahme geworden. Es handelt sich um ein Programm, das sich selbst unbemerkt verbreitet, indem es sich auf alle erreichbaren und ungeschützten Computer kopiert. Sie verfolgen stets einen bestimmten Zweck – Dateien kopieren, Einstellungen verändern oder auch nur, sich selbst möglichst weit auszubreiten. Mit Ausbreitung des Internets kam die erste große Welle der Würmer. Sie werden einmal in Umlauf gesetzt und verbreiten sich anschließend massiv über das Netzwerk. Dazu versenden sie sich etwa selbst an Einträge des Adressbuches oder suchen das umgebende Heimnetz nach Schwachstellen ab. In extremen Fällen können sie ein Netzwerk derart belasten, dass es vollständig abgeschaltet werden muss. Der bekannteste Fall ist der Morris-Wurm, der 1988 knapp ein Zehntel aller weltweit vernetzten Rechner infizierte. Das globale Netz musste daraufhin in weiten Teilen vollständig abgeschaltet und neu gestartet werden. Trojaner sind für viele Heimanwender die größte Gefahr. Sie installieren eine Hintertür auf den betroffenen Rechnern, über den Fremde auf diesen zugreifen können. Sie nutzen die Kapazitäten, um etwa Angriffe auf Homepages durchzuführen, Daten zu stehlen oder vermieten diese weiter. Solche “Botnetze” umfassen mitunter mehrere Millionen Rechner.

 

Aktualisierter Virenscanner ist unverzichtbar

 

Für einen Schutz ist ein aktueller Virenscanner (eine Übersicht findet man bei Netzsieger) nach wie vor unverzichtbar. Noch wichtiger ist allerdings, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Neben unbekannten E-Mail-Anhängen müssen mittlerweile auch Homepages mit Vorsicht besucht werden. Eine Infektion ist mittlerweile alleine durch das Aufrufen eines Links problemlos möglich. Smartphones und Tablet PC stehen mittlerweile besonders im Fokus von Kriminellen. Auf ihnen sollten deshalb ebenfalls Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden.

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