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Brot für die Welt – aber die Wurst bleibt hier. Mahle meint am 27.11.2018

160203_Mahlermeint_bannerBrot für die Welt – aber die Wurst bleibt hier. Unser Brot gib heute Anderen. Wir haben noch genug von gestern. Wenn etwas zum Ritual geworden ist, dann macht man so seine Witze darüber. Seit jeher gehört bei mir zur Finanzplanung an Weihnachten die Spende für Brot für die Welt. Genauso wie die Weihnachtsgeschenke für die Kinder und Enkel. Bei denen haben wir – der Menge wegen – ein einfaches Wichteln eingeführt. Obergrenze Erwachsene 25, Kinder 40 Euro. Pro Nase ein Geschenk. Weihnachten ist stressfrei geworden und alle sind glücklich. Den Black Friday hab ich gemütlich zu Hause verbracht. Brot für die Welt wirbt in seiner diesjährigen Aktion mit einer Würdesäule, einer Wirbelsäule aus Büchern. Bildung ist einer der entscheidenden Faktoren im Kampf gegen den Hunger. Wirbelsäulen sind ja derzeit im Fokus. Wegen schadhafter Implantate. Ein Skandal. Aber so ist das eben auf unserem Globus: Die eine Hälfte der Welt hungert, die andere macht Diäten. Während wir uns kohlenhydratarm ernähren und uns bei jedem querliegenden Pups fragen, ob es sich um akute Laktose- oder Gluten-Intoleranz handelt, wären andere froh, wenn sie eine Scheibe Brot hätten. Im Vater unser beten wir ja nicht: unser täglich Schnitzel gib uns heute sondern unser täglich Brot. Eine Kuh gibt eben deutlich mehr Milch als ein Steak. Und so richtig satt macht einfach nur Gerechtigkeit für alle. Darum werde ich auch in diesem Jahr an Heiligabend nicht nur fromme Sprüche machen, sondern die Sammlung für Brot für die Welt in meiner Kirchengemeinde durchführen.

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