Bombardier stellt Ideen für neue S-Bahn-Züge vor

s-Bahn-Idee Bombardier
So stellt sich der Schienenfahrzeugherstellter Bombardier Transportation die neue S-Bahn von Berlin vor.

Für die Ringbahnlinien der Berliner S-Bahn wird ein neuer Betreiber gesucht.

 

Spätestens in vier Jahren müssen die neuen Züge rollen, denn dann laufen die Zulassungen für die Altbaureihen 480 und 485 aus.

 

Rund 380 neue S-Bahn-Wagen werden deshalb dringend für den ab 2017 ausgeschriebenen Betrieb der Ringbahn- sowie mehrerer Zubringerlinien benötigt.

 

Der Fahrzeughersteller Bombardier Transportation, der sich mit einem Partner für den Betrieb auf dem Ring und den südöstlichen Zulaufstrecken (etwa aus Königs Wusterhausen) bewirbt, hat nun erste Ideen für die neuen S-Bahn-Züge vorgestellt.

 

Der deutsch-kanadische Schienenfahrzeughersteller hat ein ganz eigenes Konzept entwickelt. Demnach will das Unternehmen Züge bauen, liefern, instand halten und weiterentwickeln. Frei nach dem Motto „Alles aus einer Hand“ sollen Schnittstellenkonflikte so umgangen werden. Bombardier Transportation erhofft sich mit diesem Konzept den Zuschlag für den Betrieb der Ringbahn.

 

Wie auf dem Bild zu sehen ist, ähnelt die Front der Züge den seit Jahren gebauten Triebwagen für die „große“ Bahn ähneln. Die Farben bleiben, wie es der Senat vorgegeben hat, Rot-Gelb.

 

Zukunftsmodell-S-bahn
Neues Design, traditionelle Farben – so könnten die neuen S-Bahn-Züge aussehen

Das Innere der Züge soll erst designt werden, wenn es klare Vorgaben gibt. Das ist auch der Grund, warum die Fenster im Designvorschlag so dunkel sind, dass man nicht hineinschauen kann – es ist schlichtweg noch nichts zu sehen.

 

Die neuen S-Bahn-Züge sollen effizienter und zuverlässiger sein, aber auch mehr Service und Sicherheit bieten.

 

Einen Auftrag gibt es noch nicht, aber Ideen. So gibt es beispielsweise Ideen zu einem Einbau einer Klimaanlage, einem Mehrzweckbereich und einer Videoüberwachung aller Wagen. Vorstellungen gibt es auch zu einem „stillen Alarm“, der es Fahrgästen bei Gewaltvorfällen ermöglicht, schnell und verdeckt Hilfe zu rufen. Fest steht aber, dass es mehr Platz für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder geben soll.

 

Wer die Züge baut steht allerdings noch nicht fest. Die Entscheidung dazu fällt frühestens Ende 2014, wenn die Ergebnisse einer europaweiten Ausschreibung des Milliardenauftrags vorliegen.

 

Trotz der zuletzt vielen Probleme bei der Berliner S-Bahn ist das Interesse an der Ausschreibung groß. Es haben sich bereits mehr als zehn deutsche und ausländische Anbieter um den Auftrag beworben.

 

Das Verfahren geht nun in die nächste Runde. In den nächsten Tagen sollen vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), der im Auftrag der beiden Länder die Ausschreibung führt, die Unterlagen an ausgewählte Bewerber verschickt werden.

 

Zuvor gab es eine Pre-Qualifikation, bei der die Interessenten einen Nachweis über genügend Geld und Erfahrungen erbringen mussten, um circa ein Drittel des S-Bahn-Verkehrs in Berlin für mindestens 15 Jahre übernehmen zu können.

 

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