BND-Leak

Mahler meint am 14.01.2015
 
 
[display_podcast] Im Juli 2014 ist ein US-amerikanischer Spion im Bundesnachrichtendienst enttarnt worden. Bei einer Hausdurchsuchung wurde unter anderem seine private Festplatte sichergestellt. Die Festplatte wurde erst jetzt systematisch ausgewertet. Und da kam schon erstaunliches ans Licht: Der Maulwurf soll eine Liste mit den Deck- und Klarnamen von 3.500 Agenten entwendet haben. Dem 31jährigen wird weiter vorgeworfen, innerhalb von zwei Jahren 218 streng geheime Dokumente an den US-Geheimdienst geliefert zu haben. Der Verdächtige arbeitete in der Registratur der Abteilung “Einsatzgebiete Ausland”, die unter anderem die Bundeswehr bei Auslandseinsätzen mit Informationen zu deren Schutz versorgt. Aufgeflogen ist der US-Spion im BND durch eine unverschlüsselte Google Mail. Ende Mai hatte Amerikaner eine Nachricht an das russische Generalkonsulat in München geschickt und sich dort ebenfalls als Zuträger angeboten. Er wurde festgenommen; die Bundesanwaltschaft will seinen mentalen Zustand überprüfen lassen.
Da tun sich allerdings weitere Fragen an den BND auf. Wie kann es sein, dass die Identität von 3500 Mitarbeitern enttarnt werden kann? Warum braucht man für die Auswertung einer Festplatte 8 Monate? Wie ist es um die Sicherheit unserer Bundeswehr bestellt, wenn solche Pannen passieren können? Der Bundesnachrichtendienst beschäftigt 6500 hauptamtliche Mitarbeiter. Klar, Pannen können passieren. Was erschreckt ist das Ausmaß und der laxe Umgang mit der Enttarnung. Da muss wohl nicht nur der 31jährige Spion auf seinen mentalen Zustand überprüft werden ….
 
 

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