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Bewahrer und Beweger. Mahler meint am 16. Mai 2018

160203_Mahlermeint_bannerDie Beweger brauchen die Bewahrer und die Bewahrer brauchen die Beweger.

Wichtig ist nur, dass sie es wissen. Nehmen wir einmal mich selbst. Ich bin ein Beweger, ein Macher, einer, der jeden Tag to-do-Listen abarbeitet und es nicht hinbekommt, Dinge ausreifen zu lassen. Zum Glück habe ich eine kluge und besonnene Frau, die mich regelmäßig von der Fichte holt. Die mich berät, nicht selten sagt: Schlaf eine Nach drüber, lass uns Morgen noch mal hinschauen. Ein Glück, dass wir einander haben.

Gestern im Kirchengemeinderat habe ich wieder meine Lektion lernen müssen. Ich war mal wieder zu schnell und habe andere rat- und hilflos zurückgelassen. Sie schätzen meine  Geschwindigkeit, ich habe in kurzer Zeit viel erreicht für die ganze Gemeinde. Und manche einfach abgehängt. Bitte gib uns Zeit, haben sie mir gesagt. Und mich an den Satz erinnert, den ich selbst geprägt habe: Es ist wichtiger, keinen zu verlieren als alles zu gewinnen. Ich musste zähneknirschend eingestehen, dass ich mal wieder zu viel zu schnell wollte.

Würde ein narzisstischer Hitzkopf wie Günter Mahler und Donald Trump seine klugen Berater nicht in die Wüste schicken, sobald sie mit einer unangenehmen Botschaft rüberkommen, würde ich mir nicht so viel Sorgen um den Weltfrieden machen. Die gefährlichsten sind Beweger, die ihre Bewahrer loswerden. Trump, Erdogan und Putin: Drei narzisstische Hitzköpfe, die die Menschen abservieren, die am wichtigsten für sie wären. Die Bewahrer der Werte.

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