Baufinanzierung: Mit der richtigen Planung in die eigenen vier Wände

moneyDurch die günstigen Bauzinsen, die Anfang des Jahres auf Rekordtief lagen, ist für viele Menschen der Traum von der eigenen Immobilie in greifbare Nähe gerückt. Doch so einfach ist die Finanzierung nicht: Eine falsche Kalkulation kann die Einsparungen durch die niedrigen Zinsen schnell wieder zunichtemachen. Eine sorgfältig durchdachte Planung ist essenziell, wenn man nicht nur schnell, sondern auch günstig ans Eigenheim kommen möchte.

 

Als im Frühjahr Baudarlehen um einen halben Prozentpunkt teurer wurden, befanden sich potenzielle Immobilienkäufer in einem Zwiespalt: Sollten sie die Finanzierung jetzt abschließen oder auf eine erneute Zinssenkung warten? Damit tappten sie in die Falle, die vielen Bauwilligen droht: Sie orientierten sich nur an den Zinsen. Dabei müssen noch ganz andere Faktoren berücksichtigt werden, wenn man die Immobilie mit einem Darlehen finanzieren will.

 

Budget ermitteln

 

Bevor man über Zinssatz, Tilgung und Laufzeit nachdenkt, sollte man klären, ob man sich das Eigenheim überhaupt leisten kann. Immerhin 20 Prozent der Gesamtkosten sollten möglichst aus eigenen Mitteln bestritten werden. Eine zusätzliche Sicherheitsreserve für Notfälle oder Reparaturen ist sinnvoll, sie sollte drei bis sechs Nettogehälter betragen. Zwar ist es auch möglich, eine Finanzierung komplett ohne Eigenkapital abzuschließen. Allerdings sind in diesem Fall die Zinsen deutlich höher, da die Bank damit das höhere Ausfallrisiko kompensiert. Um die Höhe des vorhandenen Finanzierungsbudgets zu bestimmen, zieht man von den Einnahmen die Fixkosten sowie eine Reservepauschale ab. Das geht ganz einfach mit einem Baufinanzierungsrechner, wie ihn die ING-DiBa anbietet. Dennoch sollte man auf das persönliche Gespräch mit einem Berater nicht verzichten, um zu sicherzugehen, dass die Finanzierung auf realistischen Berechnungen beruht.

 

Zinsbindung festlegen

 

Erst wenn diese wichtigen Fragen geklärt sind, sollte man über die Art der Zinsbindung nachdenken. Besonders attraktiv sind lange Zinsbindungen von mindestens zehn Jahren, besser sind 15 oder 20 Jahre. Letztere kosten im Vergleich zwar ein paar Zehntel Prozentpunkte mehr, bieten aber eine höhere Planungssicherheit. Denn nach Ablauf der Zinsbindung droht ein höherer Zinssatz. Deswegen muss die Anschlussfinanzierung für die eigene Immobilie gesichert sein. Bei einer kürzeren Zinsbindung ist es sinnvoll, schneller zu tilgen, um nach Ablauf das Risiko eines Zinsanstiegs zu minimieren. Oder man wählt gleich eine längere Bindung. Welche Lösung besser ist, hängt von individuellen Faktoren ab. Deshalb sollte vor einer Entscheidung auch hierfür eine unabhängige Beratung in Anspruch genommen werden.

 

Bildrechte: Flickr Pile of Euro Notes Images Money CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

 

Baufinanzierung: Mit der richtigen Planung in die eigenen vier Wände
Baufinanzierung: Mit der richtigen Planung in die eigenen vier Wände bewerten:
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Noch keine Bewertungen)
Loading...