Aufgepasst – heute ist Freitag, der 13.

Mahler meint am 13.02.2015
 
 
[display_podcast] Passiert heute eigentlich mehr oder weniger als an anderen Tagen? Heute passen die meisten Leute mehr auf ihre Schritte auf, gleichzeitig gehen viele angespannter durch den Tag als sonst. Heute ist Freitag der 13. Der kürzeste Abstand zwischen zweien solcher Tage beträgt genau vier Wochen – aber das passiert nur, wenn der Februar 29 Tage hat. Und das ist in diesem Jahr nicht der Fall, denn es sind ja auch keine olympischen Sommerspiele. Die und den 29. Februar gibt’s erst wieder 2016 und danach alle vier Jahre.
Was haben Sie heute vor? Ist ihr Gehirn im Bann des Aberglaubens? Ich fliege heute mit einem Flugzeug, das nur 4 Sitze in einer Reihe hat. Mag ich nicht. Außerdem wurde der Flug wegen des Streiks um vier Stunden nach hinten geschoben. Zuhause wartet meine grippekranke Frau auf mich. Klassischer Freitag, der 13. Dagegen hat sich der Gipfel von Minsk zumindest auf Schritte zur Deeskalation in der Ostukraine geeinigt, Griechenland und die EU nähern sich an, heute vor 70 Jahren wurde Dresden bomardiert – wenn man auf die Nachrichtenlage und die Gedenktage schaut, kann man sich selbst entscheiden, ob der Freitag der 13. ein Glücks- oder ein Unglückstag ist. Ich schaue hin und wieder ins Orakel der frommen Leute, in die sogenannten Losungen, die die Herrenhuter Brüdergemeine für jeden Tag auslost: Dort steht heute ein Satz aus dem Evangelium nach Matthäus: „Dein ist die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit“. Erinnert mich an einen Satz eines Ex-Bundespräsidenten, nein nicht Richard von Weizsäcker sondern Gustav Heinemann ist es diesmal: „Die Herren dieser Welt gehen, unser Herr kommt.“ Auch ein Trost, wenn man sich den Machtpoker in Europa und der Welt so anschaut. An einem Freitag, dem 13.
 
 

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