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Asche auf mein Haupt! Mahler meint am 06.03.2019

160203_Mahlermeint_bannerKlären wir zuerst einmal das mit der Asche am heutigen Aschermittwoch. Der Feria quarta cinerum, der vierte Tag ist im Kalender der Mittwoch. An diesem Tag wurden nach altem christlichem Brauch die Palmzweige vom Vorjahr verbrannt und den Gläubigen wurde ein Kreuz aus eben dieser Asche auf die Stirn gemalt. Mit dem Aschermittwoch beginnt eine 40 tägige Fastenzeit, die an Ostern endet. Diese Fastenzeit soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus nach einem Bericht des Evangelisten Matthäus fastend und betend in der Wüste verbrachte. Ich zitiere: „Darauf wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er vom Teufel versucht würde. Und als er 40 Tage und 40 Nächte gefastet hatte, war er zuletzt hungrig. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: wenn Du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brot werden! Er aber antworte und sprach: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht.“ Sinn des freiwilligen Verzichts ist also die Konzentration aufs Wesentliche. Bei meinen Erfahrungen mit dem Fasten habe ich festgestellt, dass durch den Verzicht auf das Essen die Sinne geschärft werden und man sozusagen „ans Eingemachte“ geht. Wenn man nicht mehr den täglichen banalen Fragen nachgeht: Was werde ich essen? Was werde ich trinken? Womit werde ich mich kleiden? Rücken Wesentliche Dinge in den Fokus. „Der Mensch besteht aus mehr als dem aus dem Körper und der Jagd nach Genuss“, sagt Jesus. Worauf kommt es wirklich an? Für Jesus war die 40tägige Fastenzeit die Vorbereitung auf seine Mission, die gute Nachricht der Befreiung von allen Bindungen zu den Menschen zu bringen. Ich kann das gut nachvollziehen. Nach dieser Fastenzeit trete ich meinen Ruhestand an. Und da warten ganz andere Herausforderungen auf mich als im Berufsleben. Das Ehrenamt. Die Beziehung. Die große Familie, in den ich meine Großvaterrolle gut ausfüllen will. Das Bier bleibt im Keller, die Ernährung wird komplett umgestellt. Ich freue mich drauf, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass die kommenden 7 Wochen wichtige Wochen für Weichenstellungen und das Setzen von Prioritäten waren.

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