Ans KämmerLE spenden statt verramschen.

So wie den Kehrers ging es im zurückliegenden Jahr vielen Geschäftsleuten. Ihre Modeläden waren zu – online ging nicht viel. 500.000 Euro Umsatzeinbuße im Corona-Jahr. Mitarbeiterin-nen in Kurzarbeit, staatliche Unterstützung: kaum. Trotzdem hatten die Kehrer-Brüder aus Esslingen in Baden-Württemberg eine Idee, die sie nicht reicher macht. Aber reicher an guten Taten. Die liegengebliebene Herbst-/Winterkollektion geht nicht zu Schleuderpreisen an ein Schnäppchen-Paradies. Sondern ins „KämmerLE“, eine Einrichtung des örtlichen Arbeitskrei-ses Asyl. Dieser Laden, ehrenamtlich betrieben, wurde 2019 im Untergeschoss des Echterdin-ger Rathauses eingerichtet. Kämmer – LE großgeschrieben – steht dann auch für Leinfelden-Echterdingen im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg. Das Angebot des KämmerLE rich-tet sich an Menschen, die wenig Geld haben. Neben Kleidung gibt es dort auch Haushaltswa-ren, Schulranzen und Spielsachen. Die meisten Artikel kosten einen Euro.

Und damit nicht genug: Jeder Euro, der trotz allem eingenommen wird, geht 1:1 in soziale Projekte in Indien – ein Krankenhaus – oder im Jemen – eine Suppenküche. Auch die Flücht-lingslager auf den griechischen Inseln oder in Bosnien wurden unterstützt. Die Kleiderspende der Modehäuser Kehrer geht aber zunächst an das örtliche Frauenhaus und die Stuttgarter Obdachlosenhilfe.

Beeindruckend, wie Unternehmer in der Corona-Krise reagieren und nicht nur an ihre eigenen Probleme denken. Unbedingt zur Nachahmung empfohlen.

Ans KämmerLE spenden statt verramschen.
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