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Aberglaube auf höchstem Niveau. Mahler meint am 14.01.2019

160203_Mahlermeint_bannerSehr geehrter Herr Bundesminister Hubertus Heil,

durch die Medien habe ich Kenntnis davon bekommen, dass im neuen Sozialgesetzbuch die Zahl 13 vermieden werden soll, weil sie manchen Menschen als Unglückszahl gilt und deshalb Unbehagen bereitet. Auf Spiegel Online las ich:

Das Soziale Entschädigungsrecht werde in einem eigenen Gesetz geregelt, das „Sozialgesetzbuch Vierzehntes Buch SGB XIV“ heißen solle, sagte eine Ministeriumssprecherin der „Augsburger Allgemeinen“. In der Chronologie müsste es sich eigentlich um das SGB XIII handeln.

Diese Information hat mich aufgewühlt und empört.

Soll den jetzt der Aberglaube in unserem Volk institutionalisiert werden?

Widerspricht ein solches Vorgehen nicht dem Grundsatz der weltanschaulichen Neutralität des Staates?

Sollte man so mit den Ängsten von Menschen umgehen, dass man sie – wider alle Vernunft – bestätigt und damit verstärkt?

Nachdem ich selbst jahrelang als Adresse die Hausnummer 13 hatte, ohne Schaden zu nehmen, plädiere ich sehr dafür, die Vermeidung der Zahl 13 zu vermeiden.

Hochachtungsvoll und mit freundlichen Grüßen

Helmut Schwarze

Diese Mail hat ein Kollege an Hubertus Heil geschrieben. Mahler meint: recht hat er. Diesen Unsinn jetzt auch noch in Gesetzesvorlagen zu schreiben ist wirklich mehr als empörend. Gestern war der 13. Januar – ich hatte durchweg positive Erfahrungen. Andere vermutlich schlechte. Statistisch hält sich das die Waage.

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