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Das Recht auf ein Privatleben. Mahler meint am 12.7.2019

160203_Mahlermeint_bannerNatürlich machen wir uns Sorgen um Angela Merkel. Wie sie dasteht und zittert, das ist schon heftig. Die einen machen sich wirklich Sorgen um die Gesundheit unserer Kanzlerin. Die Anderen sind einfach neugierig und blättern eifrig die Yellow Press durch, die schon immer wusste, was unseren Promis fehlt. Und wieder andere fragen sich, ob Angela Merkel in diesem Zustand in der Lage ist, die Nation zu führen.Man müsse sich keine Sorgen machen, sagt die Kanzlerin selbst. Ihr gehe es gut. Und auch die meisten Mediziner geben Entwarnung. So etwas gäbe es nun einmal, kein Grund, die Spekulationen wild ins Kraut schießen zu lassen. Der evangelische Medienbischof Volker Jung mahnt indes zur Zurückhaltung in der journalistischen Berichterstattung über die Gesundheit von Angela Merkel: «Die Öffentlichkeit hat kein Recht, umfassend über den Gesundheitszustand von Amtspersonen informiert zu werden», sagte der hessen-nassauische Kirchenpräsident dem Evangelischen Pressedienst gestern in Darmstadt. Die eigene Gesundheit gehöre zentral zur Privatsphäre eines Menschen, das hätten Journalisten zu akzeptieren. Der Theologe räumte ein, dass eine Berichterstattung geboten ist, weil es Filmaufnahmen von den Zitteranfällen Merkels gibt. «Unangemessen finde ich, wenn damit sofort grundsätzliche Fragen zur Leistungsfähigkeit und die politische Zukunft verbunden werden», sagt Jung. Und weiter: es gehört zur Verantwortung in jedem öffentlichen Amt, angemessen zu reagieren, wenn man selbst das Amt nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr ausführen kann: «Die Bundeskanzlerin ist sehr verantwortungsbewusst und hat dies sicher im Blick.» Mahler meint: Das muss genügen.

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