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You made me a better Man.

 

Der Nachfolger wird immer am Vorgänger gemessen. Insofern wird es Barak Obama nicht schwer haben, nach 8 Jahren als beliebter Präsident in die Geschichte einzugehen. Seine Bilanz indes fällt eher durchwachsen aus. Letzte Nacht hat sich Barak Obama aus dem Amt des 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika mit einer emotionalen Rede verabschiedet. Er war der erste Afroamerikaner in diesem Hohen Amt, zudem der erste, der außerhalb des amerikanischen Kontinents – auf Hawaii -geboren wurde.

 

Wer dachte, er würde schon vor der Vereidigung seines Nachfolgers Donald Trump mit diesem hart ins Gericht gehen, sah sich getäuscht.

 

Vielmehr macht sich Obama große Sorgen um die Demokratie. Aber der Reihe nach: Obama übernimmt das Amt in der globalen Finanzkrise, die er mit einem gigantischen Konjunkturprogramm – 787 Milliarden Dollar – angeht. Den Friedensnobelpreis sahen Kritiker als deutlich verfrüht an, bis zum Jahr 2009 gab es viele Ankündigungen und Bemühungen, aber nur wenige Erfolge. Obama hat die Gesundheitsreform auf den Weg gebracht, die soziale Ungerechtigkeit im eigenen Land konnte er nicht beseitigen. Auch die Hoffnungen der Hispanos, der Afroamerikaner und anderer Minderheiten auf Chancengleichheit durch „ihren“ Präsidenten waren in weiten Teilen nicht umsetzbar.

 

Obamas Amtszeit war geprägt durch den Kampf gegen den Terrorismus. Die US-Krieger brachten zwar Os ama bin Laden zur Strecke, der Terrorismus breitete sich dennoch aus wie ein Krebsgeschwür. Das Wiederaufflammen des kalten Krieges zwischen den Supermächten konnte Obama nicht verhindern. Trotzdem hinterließ er den Amerikanern das Vermächtnis, die Demokratie zu verteidigen, sie sei gefährdeter denn je. Obama wirkte auch in der letzten Rede seiner Amtszeit vor 18.000 begeisterten Zuhörern wie ein Prediger: leidenschaftlich, charismatisch und immer noch voller Idealismus. Ja, wir werden ihn vermissen. Sein Kampf um eine bessere Welt hat Barak Obama zu einem großen Präsidenten gemacht. Bye bye Barak Obama – du hast uns den Glauben an das „Yes we can“ zurückgegeben.

 

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