Mahler meint am 24.1.12 um 22:30 Uhr:
Wir sind am Wochenende in Vorarlberg Tiefschnee gefahren. Das Wetter war lausig, Schneestürme, Verwehungen, aber dafür hatten wir Pulverschnee satt. Wir haben es genossen, zumal die Pisten leer waren. Die Schönwetterfahrer bleiben bei diesen Verhältnissen zu Hause.
Zur selben Zeit stirbt auf dem Berg auf der anderen Talseite ein 18jähriger Snowboarder aus Baden-Württemberg. Er konnte der Verlockung nicht widerstehen bei dieser Schneelage auch ein wenig abseits der Piste zu fahren. Er löste die Lawine selbst aus, die ihn schließlich begrub.
Wer wagt gewinnt, sagt man. Wer nie etwas riskiert und auch mal an Grenzen geht, verpasst eine Menge Leben. Aber dabei muss man sich trotzdem bewusst machen, dass man so manche Grenze nicht überschreiten sollte. Die Grenze der Physik beim Autofahren. Die oft tödliche Kraft der Berge, wenn man die Spielregeln nicht beachtet. Die Grenzen des Körpers beim Leistungssport. Die Belastbarkeit beim Konsum von Legalen und illegalen Drogen.
Ich glaube, die Kunst des Lebens besteht darin, das richtige Maß zu finden. Eigentlich in allen Dingen. Nicht zu früh zurückzustecken. Aber auch rechtzeitig zu merken, wenn die Grenze erreicht wird und es tödlich wird. Diese Lektion habe ich am Wochenende in den Bergen wieder einmal gelernt.
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