Mmmh, wie sehr lieben wir es: dieses faustgroße, in Fett ausgebackene Schmalzgebäck; gefüllt mit einem Spritzer Erdbeermarmelade und bestreut mit feinem Puderzucker. Und gerade in der Karnevalszeit zeigt es sich in seiner vollen Pracht und Vielfalt: ob mit Schokolade oder Eierlikör gefüllt und mit Zuckerglasur oder gar Smarties garniert – spätestens jetzt wird jede Naschkatze schwach.
Sie wissen genau wovon die Rede ist, doch wie heißt dieses Gebäck wirklich: Pfannkuchen oder Berliner?
Dieser Frage möchten wir heute auf den Grund gehen und blicken dafür weit zurück in die Geschichte:
Wir schreiben das Jahr 1756, als ein junger Berliner Mann seinen Traum erfüllen und dem Regiment Friedrich des Großen als Kanonier dienen möchte. Doch der Traum zerplatzt, als er wehruntauglich eingestuft wird. Der junge Mann ist am Boden zerstört. Doch wenn sich bekanntlich ein Türchen schließt, öffnet sich ein neues. So darf er Friedrich ab sofort zumindest als Feldbäcker dienen.
Überglücklich, erfindet der Berliner Zuckerbäcker als Dank dafür den sogenannten Pfannkuchen, der in der Form an eine Kanonenkugel erinnern soll. Und das Gebäck schlägt im wahrsten Sinne des Wortes ein, wie eine Bombe. Schon bald findet man die Pfannkuchen an vielen mobilen Ständen Berlins. Gefüllt mit Marmelade findet er dann schließlich im 19. Jahrhundert auch seinen Weg in die restlichen Teile Deutschlands.
Zurück in der Gegenwart angekommen, wissen wir nun, dass die Anfänge des leckeren Schmalzgebäcks wohl in Berlin zu suchen sind; der Berliner aber dennoch im Original ein Pfannkuchen ist.
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