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Mia worn mol mia.

Mahler meint am 19.4.2017
 
Es hat sich seit Jahren abgezeichnet. Die Bayern aus München laufen einem internationalen Titel hinterher und haben zwar den Anspruch, nicht aber die Klasse ihn zu erreichen. Gestern Abend der vorläufige Tiefpunkt: War man in den Jahren zuvor im Halbfinale der Königsklasse gescheitert hieß es gestern schon im Viertelfinale Koffer packen – die königlichen mit Superstar Ronaldo schossen die Münchner aus dem Bernabeu-Stadion und damit aus dem Wettbewerb.
 
Die Bayern Bosse machen das falsch, was Jogi Löw mit der Nationalmannschaft richtig macht: die permanente Arbeit an der Verjüngung der Spieler. 30 Jahre und 116 Tage war die Mannschaft alt, die gestern in Madrid auflief. Hatte Pep Guardiola noch kräftig daran gebastelt mit Joshua Kimmich, Douglas Costa, Kingsley Coman und Renato Sanches junge, aufstrebende Spieler zu integrieren vertraut der alte Haudegen Carlo Ancelotti lieber den Frührentnern Lahm, Alonso, Ribery und Robben. Die hören alle im Sommer auf und so spielen sie auch. Abgezockt, erfahren und in der Verlängerung gestern saft- und kraftlos.
 
Bayern muss die Chance zum Umbruch nutzen, damit die einzige deutsche Mannschaft von internationalem Format wieder mitspielen kann in der Königsklasse. Ancelotti raus, Nagelsmann rein und den Jungen eine Chance. Nur so wird das was.
 
Ach so, das Ergebnis: 2:4 nach Verlängerung. Jetzt ist sogar der Bayern-Dusel abhanden gekommen – Ronaldo mit Abseitstor zum 1:1 – und der erledigte die Bayern mit drei Treffern dann auch im Alleingang. Einen Spieler von dieser Klasse haben die Bayern eben auch nicht.
 
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