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Jesus he knows me. Mahler meint am 7. Mai 2018

160203_Mahlermeint_bannerNur Bronze für Brasilien. 30 Meter.

Silber für Bolivien: 34.

Und Gold holt Polen mit 36 Metern.

2010 ist die Weltmeisterschaft in der Disziplin Christusstatuen in die bisher letzte Runde gegangen. Und die berühmteste, Christo Redentor, Christus der Erlöser, die segnend die Arme über Rio, die Stadt am Zuckerhut breitet, ist inzwischen weit abgeschlagen. 4 Meter höher ist die Statue in Cochabamba, Bolivien. Das konnten die polnischen Katholiken nicht auf sich sitzen lassen: 2010 gingen sie noch 36 Metern Höhe in Führung. Swiebozin hat gerade mal 20.000 Einwohner – aber dafür den größten Christus.

Seitdem pilgern die frommen Polen nach Swiebozin. Und Pfarrer Jan Romaniuk wurde vom größenwahnsinnigen Spinner zum gewieften Tourismusmanager.

Eine Drohne hat ihn jetzt allerdings wieder abstürzen lassen. Vom Boden aus nicht sichtbar entdeckte sie Antennen auf dem Haupt des Heilandes. Romaniuk mimte den Ahnungslosen: es müsse sich wohl um einen Blitzableiter handeln.

Zerknirscht musste er jetzt einräumen, dass er bereits 2016 einen Vertrag mit einer Firma geschlossen hatte, die Jesus eine Internetanlage aufs Dach setzte.

Der Lohn: keine dreißig Silberlinge, dafür aber kostenloses WLAN und eine Videoüberwachung. Die könnten die Pilger gerne auch nutzen, stotterte der Gottesmann eine Rechtfertigung. Nützt ihm nichts: Bischof Thadeus Litynski hat ein Machtwort gesprochen: Bis Donnerstag, dem Himmelfahrtstag, sind die Antennen weg. Nur die goldene Krone ziert dann das Haupt des Himmelskönigs – und keine weltlich-sündigen Internetangebote.

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