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Früher war alles besser.

Ja, wir leben in einer krisenhaften Zeit. Wo man hinschaut: Konfliktherde, Krieg, Flucht, Chaos. Manche sprechen vom Weltuntergang.

In dieser Gefühlslage treten Menschen gerne die Flucht nach hinten an. „Früher war alles besser“ ist ein beliebter Spruch derer, die sich in der modernen Kommunikationsgesellschaft nicht zurechtfinden. Aber: Gefühle sind subjektiv. Si haben nur einen Wahrheitsgehalt in der Gefühlswelt des Betrachters.

Gegen die Krankheit „Alles wird immer schlimmer“ hilft die Faktenmedizin.

Schauen wir 200 Jahre zurück. 1815 gab es noch gar keine Demokratie. Heute leben 56% der Weltbevölkerung in demokratischen Staaten.

Vor 200 Jahren starb jedes 2. Kind bevor es 5 war. Heute erleben 96% der Kinder der Welt ihren 5. Geburtstag.

War es vor 200 Jahren normal, in extremer Armut zu leben – nur 5%, also die Oberschicht aus Adel und Klerus führten materiell ein sorgenfreies Leben – so sind es heute 10%.

Knapp 20% der Kinder gingen 1820 zur Schule. Heute haben fast 90% eine grundlegende schulische Ausbildung – Tendenz steigend. Ebenso verhält es sich mit der Fähigkeit zu lesen. 12% vor 200 Jahren – 85% sind heute in der Lage, einen Text zu erfassen.

Es ist – global gesehen – also alles besser geworden. Der gewaltige Schub zum Besseren setzte nach Beendigung des letzten großen Krieges vor 70 Jahren ein.

Wenn wir uns Sorgen machen müssen dann über die enormen technischen Fortschritte. Im Klartext: Atomwaffen in der Hand von Kim Yong-Un und Donald Trump können einem schon den Schlaf rauben.

 

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