Europa steckt schwer in der Krise und die Hauptleittragenden sind dabei unsere Jugendlichen. Denn laut Statistik steigt die Jugendarbeitslosigkeit in den EU-Staaten immer mehr an; egal ob Schulabgänger, Geringqualifizierte oder gar Akademiker: immer mehr Jugendliche finden keinen Job und verlieren dabei jegliche Perspektive.
Besonders in die von der Finanz- und Wirtschaftskrise stark gebeutelten Länder wie Spanien, Italien und Griechenland stehen viele Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren ohne eigenes Erwerbseinkommen da.
Wohin eine solche Perspektivlosigkeit führen kann, zeigt der Jung-Regisseur Niels Lauperts jetzt in seinem Film „Sieben Tage Sonntag“.
So präsentiert er seinem Publikum nüchtern und erschütternd dieses brisante Thema. Er zeigt den alltäglichen Kampf, den Jugendliche in ihrer trostlosen Heimat aufnehmen müssen, um etwas Anerkennung zu gewinnen.
Darum geht´s:
Zwei Jugendliche schließen eine verhängnisvolle Wette ab. Der Einsatz: Ein Menschenleben.
Es ist der 14. Januar 1996 – ein Tag wie jeder andere: Adam (LUDWIG TREPTE) und Tommek (MARTIN KIEFER) treffen sich, wie immer, mit ihrer Clique in der bleigrauen Plattenbauwüste einer Siedlung am Rande der Stadt.
Wie immer betrinken sie sich, ziehen um die Häuser und lassen sich ziellos treiben. Nachdem hier sowieso jeder Jugendliche die Schule vorzeitig abbricht, so erzählt Adam, sei die Woche eben voller Sonntage. Es muss etwas passieren, finden die Freunde. Da steht plötzlich diese Wette im Raum: „Kannst du einen Menschen töten?”
Adam und Tommek ziehen los mit einer Gabel und einer abgebrochenen Wodkaflasche als Waffen. Sie wollen jemanden töten, einfach so…
Doch das Schockierende: Niels Lauperts Debütfilm beruht auf einer wahren Begebenheit. Im Winter 1996 bringen zwei Jugendliche in der polnischen Kleinstadt Pabianice einen Mann mit einer Besteckgabel um und misshandeln einen anderen mit einer abgebrochenen Wodkaflasche so schwer, dass er noch heute an den Folgeschäden leidet.
Sieben Tage Sonntag versucht nicht, den wahren Fall zu erklären. Er liefert keine Antworten oder versucht die Tat der Mörder zu verstehen. Auch auf einseitige Schuldzuweisungen an Eltern, Behörden oder an die Gesellschaft wird verzichtet.
Der Zuschauer soll so einen Einblick in das Leben der Jugendlichen erhalten, aber nicht eine vorgeformte Meinung aufgedrückt bekommen.
Deshalb: schauen Sie sich „Sieben Tage Sonntag“ an und bilden Sie sich selbst Ihre Meinung zu unserer perspektivlosen Jugend.
Denn der Film ist ab dem 24.Februar 2012 auf DVD erhältlich!
Pünktlich zum DVD-Start verlost Radio Paradiso jetzt auch einige Exemplare.
Die Aktion ist bereits beendet!
Sehen Sie hier den Trailer zum Film:
Tags: Berlin, DVD-Tipp, Jugendarbeitslosigkeit, Radio Paradiso, Sieben tage Sonntag



























