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Die schnelle Lösung. Mahler meint am 11. August 2017

Hektik ist angesagt. Wir brauchen eine schnelle Lösung des Dieselgate oder die deutsche Wirtschaft fährt vor die Wand. Also eine neue Abwrackprämie – die hat die Automobilindustrie schon mal gerettet. Und: E-Autos weiter subventionieren. Klappe zu, Problem gelöst. Aber nur für den, der sich mit Halbwahrheiten abspeisen lässt. Eine schwedische Studie vom Mai diesen Jahres weist nach, dass ein Tesla S ökologisch ebenso unsinnig ist wie ein Kohlekraftwerk. Die Emissionen, die bei der Batterieherstellung freigesetzt werden, fährt der Tesla in der Ökobilanz in 8 Jahren wieder rein, aber auch nur dann, wenn er rein regenerativen Strom tankt.
Unsinnig große, schwere und schnelle E-Autos sind ein Widerspruch in sich. Sinn machen alleine kleine, langsame und sonnenstrombetankte Autos. Ein i3 von BMW, ein Nissan Leaf oder ein Renault Zoe weisen den Weg in die richtige Richtung.
England plant die Totalelektrifizierung des Verkehrs bis 2040. Dafür sollen 10 neue AKWs gebaut werden, um die Strommengen, die dann gebraucht werden, zur Verfügung zu stellen. Die Brexit-Briten wollen den Teufel offensichtlich mit dem Beelzebub austreiben.
Wenn sich der Normalverbraucher schon mit Halbwahrheiten zufriedengibt weil er gar nicht mehr wissen will und sein Umweltgewissen damit eingelullt wird, ist das eine traurige Tatsache. Von der Politik erwarte ich mehr. Schluss mit dem Eiertanz in enger Umarmung mit der Industrie. Fakten auf den Tisch und Subventionen an den richtigen Stellen.
 
 

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