Mahler meint am 20.02.12 um 22:30 Uhr:
Gestern Abend bei Günter Jauch saßen die großen Alten der deutschen Politik des aufrechten Journalismus einträchtig nebeneinander: Hildegard Hamm-Brücher, die Grand Dame der liberalen Demokratie, Heiner Geißler, der unermüdliche Jesuit und Prediger der Gerechtigkeit und Ulrich Wickert, auch seine Stimme für die Rückbesinnung auf die Werte ist nie verstummt. Ob das für ihn, den Katholiken Geissler nicht schwierig sei, dass nun zwei evangelische Christen aus dem Osten Deutschlands an der Spitze unseres Staates stehen würden wurde Heiner Geißler gefragt. Schwierig für wen? Fragte dieser zurück, wie immer mit schelmischen Lächeln. Für die katholische Kirche vielleicht, für die Kurie, für den Vatikan, weil die politische Relevanz und damit auch die Einflussnahme auf aktuelle Politik im Schwinden sei. Ich finde zumindest die Beobachtung interessant, dass mit Joachim Gauck, Ex-Pfarrer, Ex-Bürgerrechtler und gewaltloser Freiheitskämpfer ein Vertreter der Revolution der Kerzen an die Spitze unseres Staates gewählt wird. Es ist wie eine späte Würdigung der Leistung dieser Männer und Frauen, die sich mit ihrer ganzen Existenz für Freiheit und Demokratie eingesetzt haben. Ich hätte Joachim Gauck schon vor 1 ½ Jahren freudig als Präsident begrüßt. Aber besser spät als nie …
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