Mahler meint am 21.02.12 um 10:30 Uhr
Der Neue ist schon inthronisiert – und schon gehört die Ära Bundespräsident Wulff der Vergangenheit an. Verwundert reibt man sich die Augen, dass nach dem lange verzögerten Rücktritt jetzt alles ganz schnell ging. Aber es ist notwendig, noch einmal zurück zu blicken und aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Christian Wulff fühlte sich immer zu unrecht beschuldigt. Bis zum Schluss hat er nicht begriffen, dass es nicht darum geht, Strafrechts-Tatbestände zu bestätigen oder zu verwerfen. Sondern um die Tatsache, dass er Kapital aus seinen Ämtern geschlagen hat. Wie viel Bestechlichkeit, wie viel Vorteilsnahme, wie viel Korruption tolerierbar sind – auch das steht auf einem anderen Blatt. Christian Wulff hat Vertrauen verspielt. Und Vertrauen beim Volk, das wussten die Monarchen und Staatenlenker zu allen Zeiten, ist unabdingbar für ein Amt an der Spitze eines Landes. Es mag einem leid tun um den smarten und vorzeigbaren ersten Mann im Staat. Letztendlich ist er der Versuchung erlegen, alles mitzunehmen, was ihm in seiner Position angeboten wurde. Man nennt das Gier. Joachim Gauck wirkt als „Wahrer Demokratielehrer“ wie Angela Merkel sagte wie der Gegenentwurf eines Bundespräsidenten. Unbestechlich und bescheiden. Er wird das Vertrauen nach Bellevue zurückbringen.
Tags: Berlin, Bundespräsident, Mahler Meint, Radio Paradiso, Wulff


























