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Auf den Hund gekommen. Mahler meint am 12.4.2018

Gerade eben habe ich in der Zeitung von einer tödlichen Hundeattacke auf einen Säugling gelesen. Drei tödliche Angriffe auf Menschen gab es in den vergangenen Wochen in Deutschland.
Während ich noch lese kommt die Mail eines Kollegen an, der mich bittet, eine Abendveranstaltung in der Kirche zu moderieren. Sie müssen ihren Familienhund Lotte einschläfern lassen und da möchte er abends seine drei Kinder nicht allein lassen. Und mir fällt unsere Paula ein. Sie hat uns und unsere Kinder 15 treu begleitet und sogar mich „Hunde-Hasser“ in eine wunderschöne Beziehung gelockt. Und dann musste sie eingeschläfert werden. Als mein Enkel aus dem Kindergarten kam, haben wir mit ihm getrauert und Paula auch begraben.
 
Hunde können für eine Familie enorm wichtig sein. Unzählige Teenie-Mädchen heulen ihnen ihren Liebeskummer ins Fell, unzählige Jungs streifen mit ihnen durch den Wald und erleben ihre privaten Abenteuer. Uns Erwachsene hat Paula jeden Abend zu einem Abendspaziergang nach den Tagesthemen verleitet – ob wir Lust hatten oder nicht.
 
Wichtig ist bei der Anschaffung eines Familienhundes, dass er quasi freigegeben ist. Das heißt: er sollte keine Kampfhunde-Gene in sich tragen. In der Erziehung ist darauf zu achten, dass man die aggressiven Anteile, die jedes Tier mitbringt, nicht fördert durch übermäßige Strenge bis hin zur Tierquälerei.
 
Dann – aber auch nur dann – wird man lange Freude haben an Lotte oder Paula, Bello oder Strolchi.

 
 
 

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