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Auf den Hund gekommen. Mahler meint am 12.01.2018

Wildschweine massenhaft abschießen. Das fordern jetzt Landwirte und Jäger. Lange genug habe man zugesehen, wie die Schweine Wälder und Vorgärten verwüsten. Jetzt kommt die afrikanische Schweinepest aus Osteuropa zu uns – den Transitstrecken und LKW Konvois sei Dank. Unsere Schnitzel – sprich: unser Hausschweinebestand ist gefährdet. Also: Auch Muttertiere und Frischlinge einfach abknallen.
 
Der Wolf wird wieder heimisch in deutschen Wäldern. Das freut die Schäfer in Brandenburg und im Schwarzwald gar nicht. Die Artenschützer schon. Und wieder der Konflikt: Artenschutz versus Nutztierhaltung.
 
Da ist der Hund fein raus. Ihm hat man in den meisten Fällen das Wilde abtrainiert. Er ist braver Hausgenosse und als solcher dem eigenen Nachwuchs gleichzusetzen. In New York ist es kalt – Minus 7 Grad. Das brachte Hundebesitzerin und Start up Unternehmerin Chelsa Brownridge auf die Idee mit den beheizten und belüfteten Hundehütten. Frauchen geht shoppen, der Hund wird per App ins Luxusappartement eingeschlossen.
 
60.000 Obdachlose in New York haben es da nicht so gut. Bevor wir also in Berlin beheizte Hundehütten auf den Straßen einführen sollten wir lieber die Arbeit des Kältebusses der Berliner Stadtmission unterstützen.
 
Ich meine: irgendwas läuft schief mit der Zivilisation und dem WWF. Nichts gegen Tierschutz – aber der Mensch gehört auch zur schützenswerten Spezies.
 
 

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