Mahler meint am22.2.12 um 10:30 Uhr:
Der Aschermittwoch wurde in der Kirche als Beginn der 40tägigen Fastenzeit gesehen. 40 Tage deshalb, weil Jesus selbst für 40 Tage in die Wüste ging und dort fastete. In der Bibel wird die Bußpraxis so beschrieben, dass der schuldig gewordene Mensch seine Kleider zerreißt und sich als äußeres Zeichen der Reue in die Asche setzt. So wird die Todeswürdigkeit des Vergehens demonstriert. Es gab auch den Brauch, dass man am Aschermittwoch in der Kirche die Asche der Palmzweige verstreut, die vom Palmsonntag des Vorjahrs stammen und verbrannt worden sind. Am Palmsonntag zog nach biblischer Überlieferung Jesus triumphal in Jerusalem ein, die Menschen jubelten ihm zu und streuten Palmzweige auf den Weg, als Jesus auf einem Esel in die Stadt ritt. Einige Tage später wurde er hingerichtet, daher das Verbrennen der Zeichen des Triumphs. Wie auch immer – nach den feucht-fröhlichen und ausgelassenen Tagen der Fastnacht und des Karnevals läutet der Aschermittwoch eine Zeit der Besinnung ein. Und ob mit oder ohne Asche: so ein Nachdenken über mein Leben tut mir gut. Am Ende steht das Osterfest, der Beginn des Frühlings und des neuen Lebens. Da sollte alles, was an Ballast vorhanden war, doch bewältigt und abgetrauert sein – oder?
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