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Arme Schweine und vergiftete Eier.

Es ist ein bewährtes Mittel. Schon die alten Griechen haben es erfolgreich angewendet. Streik. Im neuen Kinofilm aus der Schweiz „Die göttliche Ordnung“ ein weiteres Musterbeispiel: Frauen erkämpfen sich durch Verweigerung der ehelichen Pflichten das Frauenwahlrecht.

Nun meine ich nicht, dass wir alle Vegetarier oder Veganer werden sollten. Oder vielleicht doch. Wenigstens auf Zeit. Was wäre, wenn wir bis zu einer Gesetzesänderung in Sachen Massentierhaltung, Gewässerschutz und verbotener Substanzen in der Zucht einfach mal auf Fleisch und tierische Produkte verzichten würden?

In Brasilien werden weiter große Teile der grünen Lunge unseres Planeten im Amazonasgebiet brandgerodet. Anbauflächen für Soja. Futter für die Rinder der Welt. In Norddeutschland werden weite Flächen Ackerland konterminiert, das Grundwasser kann in der Aufbereitung kaum noch nitratfrei gemacht werden. Grund: Gülleverklappung im großen Stil. Massentierhaltung, vergiftete Eier. Was soll denn noch kommen, bis wir merken, dass wir uns zu Tode fressen?

Wo kämen wir denn da hin? fragen sie vielleicht. Das werden wir nie erfahren, wenn wir nicht endlich aufbrechen und sehen, wohin wir kämen wenn wir endlich gingen.
In der Schweiz ist das Frauenwahlrecht durch Streik erkämpft worden. In Südafrika ging die Apartheit nicht zuletzt durch Boykott zugrunde. Vielleicht klappt es bei der Tierhaltung ja auch?

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